Rückblick 2025 vom Förderverein Dorfkirchen am Lieper Winkel e.V. | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Highlights des Jahres 2025

Rückblick 2025 vom Förderverein Dorfkirchen am Lieper Winkel e.V.

Hier wie dort ...

… braucht es tatkräftige und engagierte Förderung, denn die Kirchen und ihr historisches Umfeld wurden von den Stürmen der Jahrtausende nicht verschont.

Der Förderverein fühlt sich aufgerufen, diese Bausubstanz zu erhalten und die Kirchen und die sie umgebenden Gebäude als wichtigen Mittelpunkt der dörflichen Gemeinschaft zu stärken. Dafür braucht es Spenden. Spenden, die anlässlich von Märkten und Konzerten, die der Förderverein organisiert, gerne gegeben werden. Auch wieder in 2025.

Ein kleiner Rückblick

Am 24. Mai fand ganztägig auf dem Pfarrhof Liepe der Kräutermarkt statt. Buntes Markttreiben mit Verkaufsständen von Kräutern und Pflanzen, Kunsthandwerk und Regionales lockte viele Gäste in den Lieper Winkel. "De danzenden Häuhner", LineDance aus Warthe, wurden von allen gefeiert.

Am 26. Juli war das Streichquartett "Quatuor Gatow" aus Berlin in der St. Johannes Kirche in Liepe zu Gast. In der sehr gut besuchten Kirche hörten die Gäste u.a. Beethovens Harfenquartett. Quatuor Gatow nahm die Gäste mit auf eine wunderbare musikalische Sommerreise, die mit viel Applaus und guten Spendeneinnahmen bedacht wurde. Beim anschließenden Picknick im Pfarrgarten waren Musiker und Gäste noch lange im gemeinsamen Gespräch, das beide Seiten im nächsten Jahr fortsetzen möchten.

Ebenfalls am 26. Juli begann traditionell der zweitägige Töpfermarkt in Morgenitz. Der Förderverein organisierte wie jedes Jahr den Parkplatz für die vielen auswärtigen Besucher und Besucherinnen und ein Gartencafé im Pfarrgarten.

Am 1. August regnete es bis zum Abend Bindfäden und verhinderte das Konzert von Felix Meyer im Pfarrgarten. Der Pfarrgarten, der nach einem spontanen Aufruf des Vorstands des Fördervereins im Arbeitseinsatz vieler ausgelichtet und aufgeräumt wurde und nun buchstäblich in neuem Licht erstrahlt. Felix Meyer und Band verlegten ihr Konzert in die Kirche in Liepe und spät am Abend ans Lagerfeuer. Das Konzert wurde mit über 200 Besuchern zu einem absoluten Musikhöhepunkt des Sommers im Lieper Winkel. Der Liedermacher, auf Ostseetournee, machte Halt in Liepe, um mit seinem Auftritt den Umbau der Pfarrscheune in ein Dorfgemeinschaftshaus zu unterstützen. Sein Repertoire umfasste nachdenkliche stille Lieder und mitreißende Tanzlieder, die die begeisterten Besucher in der Kirche zum Tanzen brachten. Die heitere Stimmung setzte sich am Lagerfeuer fort. Constanze aus Dresden: „Rundum gelungen. Eine wunderbare Atmosphäre, die der Förderverein auf dem Pfarrhof geschaffen hat.“ „Wir kommen nächstes Jahr wieder,“ das war die einhellige Meinung. Sie blieben alle noch bis spät in die Nacht und genossen den verwunschenen Garten mit Kerzen, bei Imbiss und Wein. Die Musiker selbst waren begeistert vom Ort und Publikum und dankten Bernd Eckoldt, der die Scheunensanierung begleitet, für seine Initiative, sie in den Lieper Winkel zu holen.

Am 3. August war der Kantor der Frauenkirche in Dresden, Matthias Grünert, zum wiederholten Mal zu Gast. Er verzauberte das Publikum mit einem Orgeltag im und am Lieper Winkel und der Marienkirche in Usedom. Sein Publikum folgte ihm bereitwillig von Kirche zu Kirche. In jeder Kirche erwartete die Gäste ein spezielles Programm. In Benz ließ Matthias Grünert barocke italienische Orgelmusik erklingen, in Mellenthin erklangen populäre Melodien des 19. Jahrhunderts, in Morgenitz erschien „die heitere Königin“ und in Liepe wurde Bella Italia, La dolce vita, lebendig. Mit einem Imbiss im Pfarrgarten Liepe legten Kantor und Gäste an dem heiteren Sommerabend eine ausgedehnte Pause ein, bevor das mitreisende Publikum mit romantischen Orgelträumen in der St. Marien-Kirche in Usedom in den Abend verabschiedet wurde. Matthias Grünert, der international bekannte Kantor aus Dresden, spielt immer wieder gerne die Orgeln der kleinen Kirchen am Lieper Winkel, obwohl er bei ganz anderen großen Orgeln der Welt „zu Hause“ ist. Eine Ehre und ein Genuss, wenn er wieder den Lieper Winkel besuchen wird.

Am 5. September beendeten Ralf Benschu und Jens Goldhardt die Sommersaison des Fördervereins. Orgel und Saxofon, „Orgelsax“, berührten in der gut besuchten Kirche in Mellenthin die Gäste mit Klassikern aus Jazz und Romantik. Die gefühlvoll vorgetragenen Stücke bewegten und begeisterten. Vor allem das „Zwiegespräch“ zwischen Orgel und Saxophon war beim anschließenden Imbiss Thema der Besucher, weil beide Instrumente auf selten gehörte Art und Weise in ihren „Antworten“ aufeinander ineinander verschmolzen.

Es war ein würdiger Abschluss eines großen Musiksommers im Lieper Winkel.

Am 14. September fand der bundesweite Tag des offenen Denkmals auch in Liepe statt. Zahlreiche Einheimische und Touristen wurden informiert über die Kirche und den Umbau der Pfarrscheune durch die Architektin Edda Eckoldt und die 80-jährige Editha Kirschke in alter Winkelscher Tracht. Auch an diesem Tag wurden Spenden eingenommen, sei es für Kaffee und Kuchen, aber vor allem für Ziegel und andere nicht mehr benötigte Original-Kleinode aus der alten Pfarrscheune, die Corinna Greif für Spendenzwecke aufarbeitete.

Am 21. September gastierte in der Johannes Kirche in Liepe mit Unterstützung des Fördervereins das Usedomer Musikfestival mit einem Konzert von Anna Morottaja. „Singen am Polarkreis“, Traditionelle Gesänge vom Volk der Inarisamen aus Lappland erklangen im Lieper Winkel.

Im äußersten Norden Finnlands, jenseits des Polarkreises, liegt die Gemeinde Inari. Hier wurde Anna Margareeta Morottaja geboren. Sie hat die Musiktradition ihres Nomadenvolkes wiederbegründet: Livđe nennt man diese Gesangskultur der Inarisamen. Auch die Kunst des Joiks wurde vorgestellt – eine samische Gesangsform, die Menschen, Orte oder Stimmungen klanglich lebendig werden lässt.

Am 9. November fand auf dem Pfarrhof dann mit dem Martinstag die letzte Veranstaltung des Fördervereins in 2025 statt. „Ich geh mit meiner Laterne“: in der unbeheizten, doch von Andreas wunderbar ausgeleuchteten und gemütlich eingerichteten unbeheizten Pfarrscheune wurde viel mit Klavierbegleitung gesungen, erzählt, Kaffee, Kuchen und Punsch genossen, Kinder zogen mit Laternen durch die dunklen Straßen des Ortes, danach erwartete die Gäste Wurst und Knüppelkuchen am Lagerfeuer.